Sant Julià de Lòria, das ehemalige Lauredia, ist bereits
seit langer Zeit ein großes Handelszentrum Andorras und ist heute wichtiger
Industriestandort mit großen Tabakmanufakturen. Jährlich strömen unzählige Touristen
(besonders spanische) hierher. Dieser südlichste große Ort Andorras nutzt das enge Tal
des Riu Gran Valira. Trotz des geringen Platzes wachsen die Dörfer ständig weiter. Da
macht auch Sant Julià de Lòria keine Ausnahme - wobei es unverkennbar andorranisch
bleibt.Unweit in 1528m Höhe befindet sich das Heiligtum von Canòlic.
Kapelle von Canòlic
Die Kapelle ist eine der am häufigsten besuchten Stellen im
Land. Es ist der Schutzheiligen von Sant Julià de Lòria, einer Schnitzerei, die 1223
hier gefunden wurde, gewidmet. Ein besonderes Fest wird am letzten Samstag im Mai
gefeiert. Mindestens ein Mitglied jeder lauredanischen Familie kommt dann hierher mit
einem Brot, das während der Messe gesegnet und dann unter den Kranken des Ortes verteilt
wird. Unterhalb von Canòlic am Riu d´Os liegt der kleine Ort
Bixessarri. Hier ist es
verboten, Häuser zu bauen, die nicht dem alten andorranischen Stil angepasst sind.
Sant Cerní bei Nagol
Begeben wir uns auf die gegenüberliegenden Berge. Dort finden wir das
kleine Bauerndorf Nagol. Mit der ehemaligen Kirche von Lauredia Sant
Cerní. 1055 wurde
diese Kirche geweiht. Karl der Große soll einst durch diese Gegend gewandert sein.