Kurz nach El Tarter biegen wir wieder nach rechts ab. Hier geht es nach Ransol - einem kleinen Dorf in 1745 m Höhe.
Sämtliche Wanderwege Andorras sind hervorragend markiert. Daher ist es fast unmöglich sich zu verlaufen. Wir folgen also der gelben Markierung entlang des Riu de la Coma. Erstmal geht´s noch durch die letzten Reste des Waldes.
![]() Estany dels Meners de la Coma |
![]() auf dem Pic de la Serrera (2913 m) |
Der Weg wird aber immer steiler. Nach etwa einer Dreiviertelstunde haben wir die Baumgrenze erreicht. Der "ehemalige" Schnee ist in den zahlreichen Bergseen gespeichert.
Ungefähr 200m unterhalb des Gipfels findet der angestrengte Wanderer eine kleine Schutzhütte. Eigentlich ist es eher eine Röhre im Felsen - aber ideal als Unterschlupf, falls uns der Regen überrascht.
![]() Blick vom Pic de la Serrera |
Vielleicht ist es sogar Schnee - hier oben ist es ganzjährig relativ kühl. Die Sonne heizt zwar auch im Herbst noch ordentlich (sicher bis zu 30°C) Der Unterschied zwischen Sonne und Schatten (bzw. Wind) kann aber schon mal bis 25° betragen.
Dieser letzte aber auch steilste Anstieg ist in etwa 15 Minuten geschafft. Der Ausblick über weite Teile Andorras und über die französichen Pyrenäen ist gigantisch. Mittlerweile wird der Gipfel von einem "Steinturm" um etwa 2 Meter überragt. Natürlich verewigen wir uns auch und legen noch einen Stein drauf. Sehr verblüffend ist die Begegnung mit einer Schafherde hier oben. Auf den ausgedehnten Almen trifft man sie hier ja fast überall - aber hier oben? Vermutlich fressen die Tiere Steine, denn die Grashälmchen wachsen nur noch spärlich - vielleicht wollen sie aber auch nur die herrliche Aussicht genießen.

Schafherde auf Pic de la Serrera
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